Unister - es wird nicht besser!

Nun, es ganze drei Tage gedauert, bis man im Hause Unister in die Offensive gegangen ist. Aber anstatt von Defcon 1 mal ganz geschmeidig auf Defcon 3 oder tiefer zu gehen, bringt man in Leipzig seine Truppen in Stellung.
Offensichtlich haben alle über den ursprünglichen Artikel berichtenden Blogs einen Kommentar des Geschäftsführer von Unister bekommen. In diesem Kommentar verweist man auf eine Gegendarstellung zu den Vorwürfen von Andreas.
Was stört mich an diesem Vorgehen und an der Gegendarstellung?
  • Das Ding ist 6 Seiten lang und bringt weniger die Position von Unister rüber, als den Versuch Andreas zu diskreditieren.
  • Es wurden E-Mails von Andreas veröffentlicht ohne die passenden Gegenstücke aus dem Hause Unister zu zeigen
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass Andreas dem zugestimmt hat
  • Die Blogosphere wird angegriffen, weil sich niemand bei Unister gemeldet hat

  • Für mich stellt sich nun die Frage was Unister damit erreichen will? Offensichtlich liegen die Nerven in Leipzig offen, sonst hätte es keine Aktion am Feiertag um halb sechs gegeben.
    Ich habe das Gefühl, dass man im Hause Unister überhaupt noch nicht das Problem erkannt hat! Das Problem worüber eigentlich alle berichten, ist die schlechte Kommunikationspolitik! Und die hat sich nun nicht wirklich verbessert.
    Christian (Gast) - 3. Okt, 19:34

    Ich hab die 6 Seiten mal gelesen und stimme dir bei deine Position mit der E-Mail-Korrespondenz zu. Wenn man sich schon so offen stellt und bemängelt, dass niemand direkt nachgefragt hat, dann wäre meiner Meinung nach eine Veröffentlichung der gesamten Korrespondenz sicherlich hilfreich. Eine Sache leuchtet mir allerdings nicht ein: Das Sicherheitsloch ist laut Unister "noch während des Gesprächs" gestopft worden. Wenn es aber so schnell geht das ganze zu beheben, warum ist das dann nicht schon längst in der Zeit passiert die zwischen der ersten E-Mail und der Veröffentlichung lag?

    Thomas Wagner (Gast) - 3. Okt, 20:10

    Meinung

    @jens

    - Das Ding ist 6 Seiten lang und bringt weniger die Position von Unister rüber, als den Versuch Andreas zu diskreditieren.

    NEIN, es ist eine Chronologie der Geschehnisse aus der Sicht von Unister - in der Antwort von Herrn Dittes wird im Übrigen nichts von dem bestritten.

    - Es wurden E-Mails von Andreas veröffentlicht ohne die passenden Gegenstücke aus dem Hause Unister zu zeigen

    Es gab keine weitere schriftliche Kommunikation. Jegliche Email - Kommunikation zwischen Unister und Herrn Dittes ist in der Darstellung im Vollzitat einsehbar.

    - Die Blogosphere wird angegriffen, weil sich niemand bei Unister gemeldet hat

    Es geht hier nicht um einen Angriff auf die Blogosphere!

    Äußere mir doch mal bitte deine Meinung hierzu:

    Ist es nicht nur fair bzw. für eine sachliche Meinungsäußerung zwingend notwendig, dass man den Wahrheitgehalt der Aussagen (insbesondere solch negativer Beiträge) überprüft bzw. sich auch die 2. Meinung einholt, im Anschluß dann die Situation beurteilt und dann postet?

    Sachlichkeit ist Dir doch wichtig, oder?

    @ Christian

    - Das Sicherheitsloch ist laut Unister "noch während des Gesprächs" gestopft worden.

    Dies ist ein Zitat / Aussage von Andreas Dittes, keines von Unister.

    Wenn es aber so schnell geht das ganze zu beheben, warum ist das dann nicht schon längst in der Zeit passiert die zwischen der ersten E-Mail und der Veröffentlichung lag?

    Die erste Email erhielten wir am 18.09. 00:26. Das Telefonat, bei welchem das Problem bereits behoben war, fand ebenfalls am 18.09. (ca. Mittagszeit, genaue Zeit weiß ich nicht mehr) statt. Ich denke, dass kann man als zügig bezeichnen.

    der_jens (Gast) - 3. Okt, 20:32

    Dialog

    Also als erstes möchte ich mal sagen, dass ich es als einen Schritt in die richtige Richtung sehe, dass sowohl der Geschäftsführer als auch der Maretingchef jetzt den Dialog mit der Blogosphäre suchen!
    Darüberhinaus möchte ich auch meine Position ein wenig beleuchten:
    1. Ich kenne Andreas nicht persönlich, habe daher auch keinerlei persönliche Interessen im Spiel
    2. Ich beschäftige mich aus Sicht der Forschung mit Weblogs und besitze daher ein gewisses Hintergrundwissen, dass aber keinesfalls vollständig ist.
    3. Ich war vorher kein Mitglied bei Unister und werde wahrscheinlich auch keins werden, OpenBC (Xing) reicht mir.
    4. Ich bin Hobby-Blogger und kein Journalist!
    Ich bin durch Zufall auf die Sache beim surfen aufmerksam geworden und habe dazu gepostet weil mich die Reaktion aus dem Hause Unister verwundert hat. Der Eintrag "Die haben einfach keine Ahnung" spiegelt meine Meinung zu dem Thema gut wider.

    Jetzt zu deinem Post:
    Sachlichkeit ist mir auf jeden Fall wichtig, da ich wie oben beschrieben keine persönlichen Interessen verfolge. Ich gebe zu nicht bei euch nachgefragt zu haben, aber ich sehe das auch nicht als meine Pflicht an. Ich bin kein Journalist! Und du kannst sagen was du willst, du greifst damit schon alle Blogger an, die deiner Meinung nach unsachlich berichtet haben. (Dazu sei noch gesagt, was ist denn wenn du tatsächlich recht hast? Das ändert nicht an der Situation für Euch als Unternehmen! Außerdem ist es doch irgendwie eine schlechte Ausgangsposition sich hinzustellen und zu sagen die 50 Leute die da berichtet haben, haben alle nicht objektiv berichtet. Verstehst du was ich meine?
    Und leider äußerst weder du noch Daniel sich zu meinem Vorwurf, dass ihr die Mails ohne Genehmigung veröffentlich habt.

    Also nochmal ganz klar, ich habe kein Interesse euch zu schaden! Allerdings habe ich schon ein interesse kritische Fragen zu stellen, da für mich der Sachverhalt noch nicht ausreichend geklärt ist.
    Andreas Dittes (Gast) - 3. Okt, 20:57

    @thomas wagner:

    ich habe eure gegendarstellung bei mir veröffentlicht und kommentiert. auf inhaltliche fehler bin ich nicht wirklich eingegangen, weil ich im moment wenig zeit habe.

    aber da sie gerade selbst am schreiben sind: wenn sie sich schon ausdrücklich bei mir für die infos bedankt haben, warum habe ich dann 2 wochen lang keine antwort auf meine emails erhalten? das sehe ich nicht als offene kommunikation an.

    mir war nur wichtg, dass ich mein recht auf freie meinungsäußerung behalte. entweder haben sie dann auch beim anruf nicht verstanden, dass ich die userdaten niemals veröffentlichen oder weitergeben würde, oder dies ist nur im nachhinein ein grund geworden.

    ich finde die kummunikationsleistung sehr schwach, unabhängig davon, ob ihre oder meine aussagen zutreffen. als ich die email verfasst habe, hatte ich nicht mit dem gedanken gespielt, meine beiträge zu schreiben. aber dass das in der blogosphäre wind machen könnte, damit lag ich wohl richtig.

    und um es nochmal ganz klar zu sagen: wenn unister einen kompromiss sucht, dann kann man sich gerne per mail an mich wenden. bisher ist dies zwar nicht geschehen, aber man weiß ja nie... ;)
    Christian (Gast) - 3. Okt, 20:59

    Ich versteh das ganze Drama nicht. Da hätte doch dann ein "vielen Dank, Problem gelöst" gereicht.
    Naja, die Parteien werden sich schon in Frieden einigen.
    der_jens - 3. Okt, 21:04

    Schlichter

    Vielleicht lässt sich ja ein Schlichter finden. Ich würde da Rober Basic vorschlagen. Er verfügt über viel Reputation in der Blogosphäre und einiges an Erfahrung. Vielleicht wenden sich Herr Wagner und Herr Kirchhof ja mal an ihn, das fänd ich eine elegante Lösung!

    Andreas Dittes (Gast) - 3. Okt, 21:44

    das ist ein interessanter vorschlag. leider reagiert unister ja nicht auf meine kommunikationsversuche (ausser dem blog). von meiner seite aus wäre das in ordnung...
    Christian (Gast) - 4. Okt, 09:59

    Wozu brauchen die einen Schlichter? Zum einen müssen sich die Parteien hier auf nichts einigen (geht ja nicht um die Gesundheitsreform), zum anderen, wenn sie sich wieder vertragen wollen werden die das schon schaffen.
    Meine Vermutung wäre ohnehin, dass sich Unister stillschweigend aus der Affäre zieht und es dann wieder ruhig um die ganze Sache wird.
    Ich bin gespannt.
    der_jens (Gast) - 4. Okt, 10:09

    Wozu braucht man einen Schlichter?

    Einen Schlichter braucht man immer dann, wenn die Positionen festgefahren sind und sich keine Seite mehr bewegt. In der gegenwärtigen Situation sehe ich das als gegeben an. Unister beharrt auf seiner Position und Andreas auch. Direkt miteinander gesprochen wird auch nicht.
    Das Problem liegt aber doch vor allem darin, dass man eine Lösung finden muss, bei der beide Seiten das Gesicht wahren können. Daher wäre es sinnvoll wenn beide Seiten ihre Forderungen formulieren würden und man sich einigen würde. Dann kann man eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen und die Sache ist erledigt.
    In der momentanen Situation ist alles in der Schwebe und das ist für keine der beiden Seiten erstrebenswert.
    Ich verweise nur auf den Fall TI vs. Moni, da hat man sich auch geeinigt und zwei Tage später war das Thema gegessen.
    Ich gebe zu, dass kann man auch ohne Schlichter erreichen, war halt nur so eine Idee!

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